Ausstellung Bildender Kunst | Programm 2019
04.08.2019 - 29.09.2019Archiv

“Alles fließt – Heimat, Körper, Tod und Leben”

mit Ina Loitzl, Ona B., Josef Wurm, Christian Bazant-Hegemark

Die Heimat, der Körper, der Tod und das Leben und ihre zur Schau gestellten Riten und Symbole in der öffentlichkeit, fraglos an die nächste Generation weitergegeben, haben über die Jahrhunderte hinweg einerseits für den Schein einer einzig wahren Identität und deren Verleihung an jene, die man als zugehörig anerkennen wollte, um keinen Machtverlust zu riskieren, gesorgt – andererseits für den Ausschluss derer, die tradierte Dogmen in Bezug auf diese existenziellen Themen nicht erfüllen konnten/wollten oder in Frage stellten.
Auf der Suche nach dem eigenen wahren Ich taten sich da mitunter bodenlose Abgründe auf – über die Ina Loitzl, Ona B., Josef Wurm und Christian Bazant-Hegemark einen Hochseilakt vollführen – ohne Netz.

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Ausstellung Bildender Kunst | Programm 2019
05.05.2019 - 13.07.2019Archiv

“Alles fließt – Glaube”

Franz Reinthaler und Erhard Osinger

“Die Veränderung, die der Glaube heute erfährt, ist nicht sosehr ein Veränderung des Glaubensinhalts…als der Form…!” schreibt die Philosophin Isolde Charim in ihrem Buch Ich und die Anderen – Wie die neue Pluralisierung uns alle verändert.
“Naiv, also direkt und selbstverständlich, kann nicht mehr geglaubt werden!”
Selbst der Glaube werde nicht mehr automatisch, von Generation zu Generation weitergegeben sondern bedürfe einer autonomen Entscheidung des Subjekts für oder gegen den/einen bestimmten Glauben.

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Ausstellung Bildender Kunst | Programm 2018
29.07.2018 - 06.10.2018Archiv

Politik der Gefühle – und die Bedeutung der Karikatur

Petar und Sinisa Pismestrovic

Eine Form der Kurzbotschaft und ihre Jahrhunderte alte Geschichte betrifft die Karikatur, die ebenso geballt und scheinbar in Echtzeit in das Bewusstsein der EmpfängerInnen „einzuschlagen“ vermag wie der sogenannte Tweet. Die Geschichte der Karikatur führt eine Gratwanderung vor Augen: wie weit muss die freie Meinungsäußerung zu politischen, gesellschaftlichen oder religiösen Themen als friedvolle und daher umso nachhaltigere Waffe gegen scheinbar in Stein gemeißelte Herrschaftsinstanzen gehen können und wo beginnt die Hetzkampagne? Die Schärfung der Sensibilität im Umgang mit freier Meinungsäußerung ist nicht nur im Sinne der Kreation und Verbreitung sondern vor allem auch der Klassifizierung bei deren Rezeption ein Gebot der Zeit.

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Ausstellung Bildender Kunst | Programm 2018
13.05.2018 - 15.07.2018Archiv

Fabelwesen im Widerstand

Gegen erodierende Weltverhältnisse. Ronny Görner und Gotthard Muhr.

Die gegenwärtige Entwicklung der Kreation und Verbreitung von „Weltnachrichten“ in Form von kurzen Tweets inspiriert das Haus Grünspan dazu, hinter weitere Formen der vermeintlichen Kurzbotschaft zu blicken – den witzigen bis spitzen, ironischen bis sarkastischen, den liebevollen bis aggressiven Ton des Striches einer Zeichnung oder eines Gemäldes. Den Hang, Fabelwesen erzählen zu lassen, Mischwesen, die das menschliche, allzumenschliche zur Schau stellen.

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Ausstellung Bildender Kunst | Programm 2017
13.08.2017 - 07.10.2017Archiv

Ausstellung Bildender Kunst | Programm 2017
20.05.2017 - 30.07.2017Archiv

Eine Retrospektive – in neuem Licht

Irmentrud List – Gersheim *1904 †1984
Ramona Schnekenburger *1980

Ungewöhnliche künstlerische Biographien des 20. /21. Jahrhunderts und die Einflüsse der “Moderne”

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Ausstellung Bildender Kunst | Programm 2016
28.08.2016 - 09.10.2016Archiv

Das Leben ist mir grün – Ausschnitte aus dem Werk von Elisabeth von Samsonow

Der aktuellen Vermutung, Leben käme aus dem Smart Computer und sei aus dem sogenannten Algorithmus zu berechnen, setzt die in Bayern aufgewachsene Künstlerin und Philosophin Elisabeth von Samsonow ihr aus einem gemeinsamen Grund der Kulturen destilliertes Denken und Fühlen entgegen. Ihre bemalten femininen Holzskulpturen aus duftendem und klingendem (Linden)holz sprechen davon, dass der Lebenssaft Blut – namens Häm – mit dem Lebenssaft der grünen Pflanze, dem Chlorophyll, aufs Engste verwandt ist.

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Ausstellung Bildender Kunst | Programm 2016
05.06.2016 - 31.07.2016Archiv

Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Ausschnitte aus dem Werk von Daniel Spoerri

Im Jahr 1960 schlossen sich die sogenannten Nouveaux Réalistes – Neue Realisten“ zusammen, um triviale Alltagsgegenstände aus ihrem Kernverständnis herauszulösen und in die Kunst zu holen. Oder umgekehrt, die Kunst von ihrem hohen Ross zu stoßen, um sie in der alltäglichen Welt fußen zu lassen. Der Spielraum der bildenden Kunst erhielt dadurch ungeahnt neue Möglichkeiten der Einbeziehung von Objekt, Subjekt und Raum, sodass sich nicht nur die KünstlerIn als AkteurIn begreift sondern ihr gesamtes Umfeld in die künstlerische Aktion miteinbezogen wird, die immerzu auch – oder in erster Linie – eine gesellschaftliche und damit menschliche ist.

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Ausstellung Bildender Kunst | Programm 2015
05.06.2015 - 19.07.2015Archiv

Kontemplation – Das Künstlerehepaar Christa Hauer und Johann Fruhmann

Drehscheibe des künstlerischen und gesellschaftlichen Aufbruchs in Wien und Niederösterreich nach 1945

Christa Hauer und Johann Fruhmann in der Galerie im Griechenbeisl (1960 – 1971) © Monographie Johann Fruhmann

“Ein freies Leben aber”, schreibt Theodor W. Adorno, den Martin Seel in “Adornos Philosophie der Kontemplation” zitiert, “kann … nicht in Verhaltensweisen bestehen, die für etwas gut sind, sondern nur in solchen, die selbst das Gute sind, wie sie sich in der einsamen oder gemeinsamen Wahrnehmung lohnender Lebensmöglichkeiten vollziehen.”
Dieser letzte Satz könnte, nachträglich betrachtet, das Lebensmotto für das Künstlerehepaar Christa Hauer und Johann Fruhmann gewesen sein.

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Ausstellung Bildender Kunst | Programm 2015
04.06.2015 - 04.10.2015Archiv

Furor – Der leidenschaftliche Zorn und die Kunst

Alois Köchl und Reimo Wukounig

Ausstellungsansichten ‚Furor – Der leidenschaftliche Zorn und die Kunst – Alois Köchl und Reimo Wukounig‘ © Bernhard Bodner

Der leidenschaftliche Zorn wird in der Literatur – laut Peter Sloterdijk in einer Stellungnahme zu Friedrich Nietzsche – als Triebkraft für den Selbstgeburtskampf beschrieben, den das Individuum mit sich und seinem Schicksal auszufechten hat, als Aufgabe, das eigene Leben aus der Rohstoffartigkeit herauszuführen und es zu einem Werk sui generis zu machen.

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