Das Stück „3. November 1918“, wurde 1937 am Wiener Burgtheater uraufgeführt und ist der 1. Teil eines Dramenzyklus, der später als „Europäische Trilogie“ in die deutschsprachige Literatur einging.
In Anlehnung an die „entartete Kunst“ bezeichnete während der Zeit des Nationalsozialismus der Begriff der „entarteten Musik“ vor allem die musikalische Moderne. Sich nicht nur als politische sondern auch als kulturelle Bewegung begreifend wurde von Seiten des Nationalsozialistischen Regimes mit dem kulturellen Pluralismus, den Einflüssen des Jazz beispielsweise auf die europäische Musik ebenso gebrochen wie mit spezifischen Komponisten der Moderne, die als sog. Vertreter der Entarteten Musik politisch verfolgt wurden. Unter der Leitung von Renald Deppe wird die Capella Con Durezza mit ihrem Musikprogramm durch einen Abend führen, der Musikrichtungen, Stile und Komponisten thematisiert, die als entartet galten.
Im Rahmen der Ausstellung „Exil – Auf der Suche nach dem verlorenen Paradies“ wird ein Abend speziell der Vorführung und Besprechung des Kunstfilms „RAGE“ der Schweizerisch-Irischen Künstlerin Elizabeth McGlynn gewidmet. Dazu wird die Komposition „IT IS.IT WAS“ von Uli Scherer uraufgeführt.
In Feffernitz bestand nach 1945 eines der größten Kärntner Flüchtlingslager. Das Thema Exil hat dadurch vor Ort eine besondere Konnotation. Die Ausstellung „Exil – Auf der Suche nach dem verlorenen Paradies?“ präsentiert zeitgeschichtliche Dokumente und zeitgenössische Kunst, die sich mit dem Thema Exil als historischem wie zeitgenössischem Thema beschäftigen.
2009 widmet sich Grünspan im Rahmen seines Jahresprogramms dem Thema „Exil“ in seinen individuellen und zeitlosen Erscheinungen und eröffnet sein Kulturprogramm mit dieser Ausstellung.
Heinz Goll – Der kolumbianische Zyklus
Foto: kramar/fischka.com
Heinz Goll, geboren 1934 in Klagenfurt, gestorben 1999 in Kolumbien, war Bildhauer und Maler, Kunsthandwerker und „Erfinder“ seines therapeutischen und gesellschaftlichen Kunstbegriffs, Enfant terrible der frühen 60er Jahre und Schöpfer einer universellen Religiosität, in deren Zentrum die Mystik der Weiblichkeit und der weiblichen Fruchtbarkeit steht. Anlässlich des 10. Todestages und des 75. Geburtstages von Heinz Goll zeigen wir eine Personale mit dem Schwerpunkt der letzten 20 Lebens- und Schaffensjahre in Kolumbien.