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12.09.2026Vorankündigung
19:00

Weibliche Verschweigungen der Postmoderne


Leseprobe als Uraufführung des Dramas

von Margot Fassler
mit Ruth Geiersberger Performerin, Sprecherin, Beobachterin
und Mirjam Ploteny, Schauspielerin

am Samstag, 12. September 2026, 19:00 Uhr

Zum Stück
Sprechstück zum Thema natürlicher oder künstlicher menschlicher Fortpflanzung und – was es bedeutet, wenn Entscheidungen in die eine oder andere Richtung nicht autonom getroffen werden können, weil doch immerzu gesellschaftliche Zwänge das Schwimmen gegen den Strom verunmöglichen – oder mit dem Strom erzwingen.

Ruth Geiersberger
Der Sprache Klang verleihen.
Ob der des schizophrenen Dichters und Gugginger Literaten Ernst Herbeck oder Ilse Aichingers und Hilde Domins, die gegen Entfremdung und Vereinsamung anschrieben.
Ihre Sprachkunst stellte Ruth Geiersberger zuletzt 2025 im Haus Grünspan unter Beweis. Anlässlich der „Lange Nacht der Museen“ brachten sie und Margit Werner – Pietsch, Autorin und Wirtin die Sprachklang Performance „An goldenen Fäden – Anrufungen“ nach einer Publikation im Verlag Bibliothek der Provinz auf die Bühne.

Für ihre eigenen Arbeiten, die Ruth Geiersberger Verrichtungen nennt, erkundet sie als Feldforscherin v.a. städtische (Außen)Räume.
Auf der Suche nach einer „Heimattt“ begibt sich die Künstlerin ganz bewusst an Orte, die ihre Ideen in sich tragen und sich in einem Wartezustand befinden: sie agiert auf Bahnhöfen und Baustellen, in Kirchen und in (leer stehenden) Läden, im Bunker, im Zoo oder einfach auf einer Wiese…

Als Schauspielerin wirkt sie seit 1990 bei internationalen Produktionen mit, als Sprecherin und Autorin arbeitet sie seit Jahren für den BR, RBB und WDR. Im Bereich Stimme und PerformanceArbeit hat sie zahlreiche Lehraufträge in Berlin und München. Seit einigen Jahren ist sie in der Hospizarbeit tätig und hält auch Trauerreden.

In ihren drei letzten großen Arbeiten (in Pflanzenhäusern, Kirchenräumen und Museen) beschäftigt sich Ruth Geiersberger mit der Trauer um den Fluss der Dinge und dem immerwährenden Staunen darüber: „mit Pflanzen“, „Verlassenschaften“ und „das Verschwinden“ (2019-2025).
Ruth Geiersberger ist Trägerin des renommierten Theaterpreises der Stadt München (2023).
www.verrichtungen.de

Mirjam Ploteny
wurde 1963 in Wien geboren, wo sie auch ihr Schauspielstudium an der Schauspielschule Krauss absolvierte. Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt unter der Leitung von Helmut Lohner. Engagements bei Giorgio Strehler, Piccolo Teatro di Milano, zahlreiche Tourneen in ganz Europa.

Filme:
Sternberg – Shooting Star/ Regie Niki List;
Im Reich d. Reblaus/ Buch u. Regie Harald Sicheritz;
Die verschwundene Frau/ Buch u. Regie: Reinhard Schwabenitzky;
Die Wasserfälle von Slunj/ Roman: H.von Doderer Regie: Peter Patzak; Tatort/ Regie: R.
Pejo; Bella Block/ Regie: Julian Pölsler;
Die grünen Fensterläden/ Roman G. Simenon/ Regie: Milan Dor;
Die Strudelhofstiege/ Roman: H.von Doderer/ Regie:G. Madeja;
Die Försterbuben Roman: Peter Rosegger/ Regie: Peter Patzak;

Durch ihre langjährige Theater- und Filmarbeit begann auch ihre Tätigkeit als Stimm-Coach und es entwickelte sich die Liebe zum Schreiben und zur Musik. So entstanden szenische Arbeiten für das Museum Leopold. 2017 veröffentlichte sie ihre erste Kinderbuchreihe “Umut ein kleiner Wirrkopf”.

Zuletzt stand Mirjam Ploteny zur „Lange Nacht der Museen“ 2022 auf der Bühne des Hauses Grünspan. Als Ensemble GegenGleich im Dialog mit Sprache und Musik, der Vergangenheit und der Gegenwart, dem Sein und dem nichtmehr Sein, basierend auf Auszügen aus „Brief einer Unbekannten“ von Stefan Zweig und „Der Tor und der Tod“ von Hugo von Hofmannsthal sowie eigenen Gedichten führte sie mit dem Saxophonquartett LANYA durch den Abend.
https://www.mirjam-ploteny.com

Margot Fassler
1968 geboren in Zwettl, Niederösterreich, 2 Kinder, Julian, geboren 1992 und Katharina, geboren 1998, seit 2008: Leitung des Kunstvereins Grünspan und des Hauses Grünspan – Plattform für Kunst und Kultur im Drautal/ in Feffernitz in Kärnten, gemeinsam mit dem Künstler Norbert Kaltenhofer, mit dem sie seit 2022 verheiratet ist.

Eintritt: 15,00 €

Bitte um telefonische Voranmeldung unter 0676 /70 22 675

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